Die Sicherheit von Festgeldkonten

Festgeldkonten als Anlageprodukt
Festgeldkonten sind seit dem Ausbruch der Finanzkrise in Deutschland sehr beliebt. Viele Anleger nutzen jetzt diese Form der Kapitalanlage, da sie weder Kursschwankungen noch Verluste bieten kann. Dies ist möglich, da Festgelder als Sparprodukte mit einem festen Zins sowie einer vorher bestimmten Laufzeit angeboten werden. Anleger wissen somit bereits bei Abschluss des Produktes, mit welchen Erträgen gerechnet werden kann.
Festgelder werden somit als 100% sichere Anlage bezeichnet. Sie eignen sich dabei zum einen für die Anlage von Geldern für Kinder als auch für sicherheitsorientierte Anleger. Um den Wünschen ihrer Anlage gerecht zu werden, bieten die Banken dabei sehr unterschiedliche Laufzeiten für ihre Festgeldkonten, die von einem Monat bis hin zu zehn Jahren reichen.

Zusätzliche Einlagensicherung
Obwohl Festgeldkonten als sicher gelten, ist diese Sicherheit nicht immer zu 100% gegeben. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Bank, bei der das Festgeld abgeschlossen wurde, die Sicherheit der Einlagen auch im Insolvenzfall gewährleisten kann.
In Deutschland gibt es dabei verschiedene Sicherungssysteme. Bei den Sparkassen beispielsweise greift die Institutshaftung. Diese besagt, dass bei einer Zahlungsunfähigkeit einer Sparkasse sofort eine andere Sparkasse eintritt. Somit sind die Einlagen der Kunden abgesichert.
Um ihren Kunden ebenfalls diese Sicherheit zu bieten, haben sich die Privatbanken im Einlagensicherungsfonds deutscher Banken zusammengeschlossen. Jedes Institut zahlt hierbei nach seiner Größe und dem von ihm verwalteten Vermögen Gelder, die dann bei der Insolvenz einer Bank genutzt werden, um die Einlagen der Sparer zurückzuzahlen.
Abgesichert sind dabei 30% des haftenden Eigenkapitals der Bank, sodass die Höhe der Sicherheit in den meisten Fällen bei mehreren Millionen Euro liegt.

Die Sicherheit bei ausländischen Banken
In Deutschland sind neben den deutschen Banken mittlerweile auch viele ausländische Institute aktiv und bieten Festgeldkonten an. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass diese Institute meist nicht dem deutschen Einlagensicherungsfonds angehören, so dass die Sicherheit der Einlagen oft begrenzt ist. Anleger sollten hierbei nur bis zur Höhe der gesicherten Beträge von beispielsweise 50.000 Euro anlegen, bei größeren Anlagebeträgen lohnt es sich, diese zu splitten.